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D/3 vom 30. Juni 2017



Inhaltsverzeichnis

Klima-Bündnis aktuell


Aktuell zur Internationalen Klima-Bündnis-Konferenz


Das Programm für die Klima-Bündnis-Konferenz vom 20. bis 23. September 2017 steht und die Online-Anmeldung ist freigeschaltet. Bitte melden Sie sich bis zum 8. September an. Wir freuen uns darauf Sie in Essen, der Grünen Hauptstadt Europas 2017, begrüßen zu dürfen!
www.klimabuendnis.org/events

Neue Mitglieder im Klima-Bündnis


Wir begrüßen ganz herzlich zehn neue Mitglieder im Klima-Bündnis: in Österreich die Gemeinden Liezen, Prägraten A.G. und Taxenbach, in Belgien die Gemeinde Roeselare sowie in Deutschland die Städte Andernach, Beckum, Dingolfing, Walldorf, die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf und das Amt Hohe Elbgeest. Herzlich willkommen! Aktuell im Juni 2017 gehören dem Klima-Bündnis 1645 Städte, Gemeinden und Landkreise sowie 62 Bundesländer und Provinzen, NGOs und weitere Organisationen aus 26 Ländern als Mitglieder an.
www.klimabuendnis.org/nc/kommunen

Auszeichnung Climate Star 2018 – Vielfalt im lokalen Klimaschutz


Zum achten Mal ruft das Klima-Bündnis alle Mitgliedsstädte, -gemeinden, Landkreise und kommunale Netzwerke zur Bewerbung für einen Climate Star auf. Unter dem Motto „Vielfalt im lokalen Klimaschutz“ suchen wir Europas beste Klimaschutzprojekte! Die für einen Climate Star einzureichenden Projekte können sich mit Themen wie Energie und Mobilität, Ernährung und nachhaltige Beschaffung oder Klimagerechtigkeit und Anpassung an den Klimawandel befassen. Sie sollen zeigen, wie in Klima-Bündnis-Kommunen die Selbstverpflichtung zur CO2-Einsparung, zum Regenwaldschutz und die Partnerschaft mit indigenen Völkern gelebt werden. Die Bewerbungsfrist endet am 11. August 2017. Zur feierlichen Preisverleihung im Frühjahr 2018 lädt die Niederösterreichischen Landesregierung ins Schloss Grafenegg ein.
www.climate-star.org

Klima-Bündnis-Position zur Anpassung an den Klimawandel


Das Klima-Bündnis stellte im Rahmen der Veranstaltung „Mainstreaming adaption and changing working routines“ seine Aktivitäten zur Anpassung an den Klimawandel während des vierten Open European Days vor. Die von der Klima-Bündnis-Arbeitsgruppe Klimawandelanpassung entwickelte Position fordert eine bessere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Regierungsebenen, den Aufbau von Kompetenzen auf der lokalen Ebene, die Integration von Anpassungsmaßnahmen in internationale Klimaverträge und einen verbesserten Zugang von Kommunen zu Finanzierungsinstrumenten wie Horizon 2020, den Struktur- und Investmentfonds (ESIF) und LIFE.
www.klimabuendnis.org/newsroom

Städte für eine erfolgreiche Energiewende


Die Bedeutung der kommunalen Ebene für die Energie- und Klimapolitik der EU soll gestärkt werden, das fordern die VertreterInnen von fünf Städtenetzwerken bei einem Treffen am 22. Juni 2017 mit EU-Abgeordneten. Die Urban 5, bestehend aus Klima-Bündnis, dem Rat der europäischen Gemeinden und Regionen (CEMR), Energy Cities, EUROCITIES und ICLEI, wiesen auf die Stärken der lokalen Ebene bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, bei der Nähe zu den Menschen und schnell auf Veränderungen bei der Energiewende reagieren zu können hin. Außerdem skizzierten sie ihre Position in einer gemeinsamen politischen Erklärung. Das Papier richtet sich an die politischen EntscheidungsträgerInnen der EU, da sie das Paket für saubere Energien und den EU-Haushalt verhandeln sowie einen Rahmen für die Regierungsführung fordern, der die lokalen Regierungen zur Energiewende ermutigt.
www.klimabuendnis.org/newsroom

Neue Vorsitzende für die Klima-Bündnis-Arbeitsgruppe zur Finanzierung


Am 20. Juni 2017 traf sich die Klima-Bündnis-Arbeitsgruppe zur Finanzierung in Brüssel, um die jüngste EU-Politik zur Finanzierung von lokalen Projekten im Bereich Klima und nachhaltige Energie, die Arbeit des Klima-Bündnis in diesem Bereich und wie Finanzierungsmöglichkeiten am besten genutzt werden können zu diskutieren. Insgesamt nahmen 14 KommunalvertreterInnen aus ganz Europa teil. Das Treffen war das Erste unter der Leitung der neuen Vorsitzenden Donald van den Akker vom niederländischen Klimaatverbond und Ronald van Meygaarden von der Stadt Geldermalsen (NL).
www.climatealliance.org/newsroom

Klima-Bündnis bewertet neue Charta für Holz kritisch


Ende April 2017 stellte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die „Charta für Holz 2.0“ in Berlin vor: Danach soll für den Klimaschutz mehr Holz aus deutschen Wäldern genutzt werden. Allerding ist das zu kurz gedacht, weil das Holz vor allem in Form von Pellets zur Energiegewinnung verbrannt wird. Für eine nachhaltige Holznutzung ist aber wichtig, dass es möglichst lange im Kreislauf bleibt und im Sinne einer Kaskade mehrfach verwendet wird. Außerdem dienen Wälder der Biodiversität; wenn sie forstlich nicht genutzt werden, können aus ihnen die Urwälder von morgen entstehen. Daher fordert das Klima-Bündnis, dass ein Teil der Wälder dauerhaft geschützt wird - als CO2-Speicher und für die Artenvielfalt.
www.klimabuendnis.org/newsroom

Neustart der Klima-Bündnis-Arbeitsgruppe CO2-Monitoring


Nach der intensiven Mitarbeit an der Bilanzierungssystematik Kommunal (BISKO) und dem webbasierten Monitoringinstrument Klimaschutz-Planer, traf sich die Klima-Bündnis-Arbeitsgruppe zum CO2-Monitoring in Deutschland zu einem Neustart im Juni 2017. Die Entwicklung eines bundesweit einheitlichen kommunalen Bilanzierungsstandards wurde von den Teilnehmenden als ein großer Erfolg gewertet. Damit ging der Bilanzierungsstandard des Klima-Bündnis in der BISKO auf und wurde weiter in Richtung einer homogenisierten, endenergiebasierten Treibhausgasbilanz für Kommunen geschärft. Die Arbeitsgruppe möchte auch weiterhin zum kommunalen Monitoring im Klima-Bündnis beizutragen und strebt ein weiteres Treffen in der zweiten Jahreshälfte an.
www.klimabuendnis.org/newsroom

Klima-Bündnis-Veranstaltungen


Zehn Jahre UN-Erklärung über die Rechte der indigenen Völker


13. September 2017 in Bonn

Die im September 2007 von den UN verabschiedete „Erklärung über die Rechte der indigenen Völker“ feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Sie ist neben der ILO-Konvention Nr. 169 ein wichtiges Instrument im Kampf um die Rechte indigener Völker und ein Meilenstein ihrer jahrelangen Anstrengungen, innerhalb der internationalen Gemeinschaft ein stärkeres Bewusstsein für ihre Situation zu schaffen. Dieses Jubiläum möchte das Klima-Bündnis gemeinsam mit INFOE und mit indigenen Gästen im LVR-LandesMuseum Bonn feiern. Eriberto Gualinga, Kichwa aus Sarayaku, wird gemeinsam mit dem Klima-Bündnis den Bericht „Vom Süden lernen – zur Bedeutung von Partnerschaften“ vorstellen.
Kontakt: Silke Lunnebach, s.lunnebach@klimabuendnis.org

Internationale Jahreskonferenz und Mitgliederversammlung des Klima-Bündnis


20. bis 23. September 2017 in Essen

Die Internationale Klima-Bündnis-Konferenz, die wir dieses Jahr gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Essen veranstalten, findet in der Grünen Hauptstadt Europas 2017 statt – einer Stadt im Wandel. Sie stellt erfolgreiche kommunale Transformationsprozesse in den Mittelpunkt und zeigt wie ein nachhaltiger Wandel mit starken Partnerschaften, wirksamen Instrumenten und passenden Finanzierungsinstrumenten umgesetzt werden kann.
www.klimabuendnis.org/events

GRETA-Konferenz: Geothermie im Alpenraum


7. November 2017 in Salzburg

Die Konferenz, zu der das Klima-Bündnis gemeinsam mit den GRETA-Projektpartnern herzlich einlädt, richtet sich an kommunale VertreterInnen und ExpertInnen für erneuerbare Energien, um Chancen und Herausforderungen der oberflächennahen Geothermie an Hand von Best-Practice-Beispielen zu erörtern. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei, aber eine Anmeldung (via Magdalena Bottig, magdalena.bottig@geologie.ac.at) ist notwendig.
www.alpine-space.eu/projects

Zum Mitmachen und Nachahmen


Kreativwettbewerb zu 15 Jahren „Kleine Klimaschützer unterwegs!“


Zum 15. Jubiläum der Kindermeilen-Kampagne ruft das Klima-Bündnis zu einem Kreativwettbewerb auf: Die Kinder basteln gemeinsam ein Plakat, auf dem sie ein eigenes Logo für die Kampagne gestalten und ihre persönlichen Klimaschutz-Ziele formulieren. In den letzten 15 Jahren haben zwei Millionen Kinder aus 35 Ländern insgesamt 25 Millionen Grüne Meilen gesammelt. Auch 2017 werden wieder zehntausende „Kleine Klimaschützer“ aus über zehn Ländern in Kindereinrichtungen Grüne Meilen für das Weltklima sammeln, in dem sie ihre täglichen Strecken zu Fuß, mit dem Rad oder Roller, mit Bus oder Bahn zurücklegen. Die Meilen werden zusammen mit den schönsten Ergebnissen des Kreativwettbewerbs im November 2017 bei der 23. UN-Klimakonferenz in Bonn präsentiert und den PolitikerInnen überreicht.
www.klimabuendnis.org/newsroom

Klima-Bündnis-Kampagne Stadtradeln wird international


In diesem Jahr findet Stadtradeln zum zehnten Mal statt - und ab jetzt können sich auch Städte und Gemeinden weltweit an der vom Klima-Bündnis entwickelten Kampagne beteiligen. Die zwei brasilianischen Gemeinden Pomerode und Brusque-Fundema haben sich bereits angemeldet. Im Zeitraum von Mai bis September 2017 sind Mitglieder der Kommunalparlamente sowie Bürger und Bürgerinnen eingeladen, während eines dreiwöchigen Aktionszeitraums beruflich und privat möglichst viele Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Den engagiertesten Teilnehmenden und Teams winken Auszeichnungen und Preise; das Klima-Bündnis ehrt die erfolgreichsten Kommunen und Kommunalparlamente. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen die Imageförderung des Radverkehrs und Bewusstseinsbildung in Sachen Klimaschutz.
www.stadtradeln.de

Kampagne: Gutes Leben ist einfach ... und auf dem Rad noch viel besser!


Das Fahrrad wird 200 Jahre alt! Weltweit ist es das am meisten genutzte Transportmittel - und Fahrradfreundlichkeit ist in Städten ein Indikator für gute Lebensqualität. Radfahren ist zeitlos, steht für nachhaltige Mobilität, Fitness und ein gutes Leben. Das Rad steht für Transformation der Mobilität und für bewussten Konsum. Wenn Sie den Wandel in Ihrer Stadt voranbringen wollen, schauen Sie sich die kostenfreien Kampagnen-Materialen „Gutes Leben ist einfach” an und lassen Sie sich inspirieren.
www.overdeveloped.eu

ClimateCulture-Lab – Start der Online-Plattform


Die Online-Plattform des ClimateCulture-Lab (CCL), ein neues Tool zur selbstgesteuerten Entwicklung klimafreundlicher (Alltags-)Kulturen, geht am 30. Juni 2017 ans Netz. CCL unterstützt die Entwicklung einer kommunalen und individuellen KlimaKultur durch praktische Handlungsvorschläge. Mit der Plattform brechen Sie zu einer im Alltag beginnenden Reise ins klimafreundliche Neuland auf. Sie finden Anleitungen zu KlimaKultur-Praktiken in Form von Videos und Materialsammlungen, Veranstaltungshinweise zu kommunalen Werkstätten und passende kollegiale Begleitung. Gemeinsam können Sie Schlüsselkompetenzen für den KlimaKultur-Wandel erwerben, trainieren und teilen. CCL lebt und lernt durch die Community – alle Interessierten können mitmachen und direkt loslegen, sobald sie auf der Plattform kostenfrei registriert sind.
www.climateculture-lab.de

Europäische Bürgermeister und Kommissar Cañete verpflichten sich zum Dialog


Am 20. Juni 2017 traf sich der Vorstand des Europäischen Konvents der Bürgermeister mit EU-Kommissar für Klima und Energie Miguel Arias Cañete für einen Austausch zu Energie-und Klimaregelungen, die derzeit in den EU-Institutionen beraten werden. Der Vorstand, der aus sieben Bürgermeistern und öffentlichen Mandatsträgern aus verschiedenen EU-Ländern besteht, verständigte sich mit Kommissar Cañete, diese Art des Austausches zur EU-Klima-und Energiegesetzgebung regelmäßig zu wiederholen. Mercè Conesa i Pagès, Präsidentin der Klima-Bündnis-Provinz Barcelona, nimmt als Teil des Vorstands des Konvents eine wichtige Verbindungsrolle zum Vorstand des Klima-Bündnis wahr, in dem die Provinz Barcelona ebenfalls vertreten ist.
www.klimabuendnis.org/newsroom

Nürnberg spart Energie mit EDI-Net


Die Stadt Nürnberg will einen Teil ihrer jährlichen Energiekosten von 40 Millionen Euro in den 1700 kommunalen Gebäuden einsparen - gemeinsam mit ihren Projektpartnern, der Stadt Leicester und der Region Katalonien im Rahmen des EU-Projekts EDI-Net (Energy Data Innovation Network) und mit Unterstützung des Klima-Bündnis. Durch die Nutzung von intelligenten Zählern und der damit verbundenen Analyse von Strom-, Gas- und Wasserdaten im Rahmen von Kurzzeitzählermessungen, können Kommunen signifikante Einsparmöglichkeiten, in der Vergangenheit zwischen 5 und 15 Prozent, identifizieren und umsetzen. EDI-Net ist offen für die Mitarbeit von weiteren Städten und Gemeinden, die die Wasser- und Energieeffizienz ihrer Liegenschaften verbessern wollen.
www.klimabuendnis.org/newsroom

Urbaner Hitzestress - Online-Umfrage der United Nations University


Der Hitzestress in Städten nimmt zu und Anpassungsmaßnahmen sind notwendig. Die Klima-Bündnis-Stadt Bonn und die United Nations University beteiligen sich daher an dem vom Forschungsministerium geförderten Projekt „Zukunftsorientierte Vulnerabilitäts- und Risikoanalyse als Instrument zur Förderung der Resilienz von Städten und urbanen Infrastrukturen - ZURES“. Um eine hohe Rücklaufquote zu erreichen, bitten sie die Klima-Bündnis-Mitglieder, sich an einer Umfrage zur Verwundbarkeit gegenüber Klimawandel und Naturgefahren in Städten zu beteiligen. Die Beantwortung dauert rund eine Viertelstunde und die Projektpartner freuen sich über Ihre Beteiligung bis zum 7. Juli 2017.
www.zures.questionpro.com

Neues aus Amazonien


Der lebende Wald. Erfahrungen einer Studienreise nach Ecuador


Im März 2017 organisierte das Klima-Bündnis Lëtzebuerg / ASTM in Kooperation mit der Europäischen Geschäftsstelle eine Studienreise für kommunalpolitisch Verantwortliche und in der Gemeinde engagierte MitbürgerInnen in die Amazonasregion Ecuadors. Ziel der Reise war, die Lebensbedingungen und Sichtweisen von Menschen in Ecuador, insbesondere in indigenen Gemeinden im Amazonasgebiet, besser kennenzulernen und dies weiterzugeben. Für die Broschüre wurden die gesammelten Eindrücke festgehalten, um den LeserInnen ein besseres Verständnis der Lebens- und Denkweise u. a. der Kichwa in der indigenen Gemeinde Sarayaku zu erlauben, die durch die Ausbeutung der Wälder und Bodenschätze unter großem Druck stehen. Letztlich regt das Heft an, über unseren privilegierten Lebensstil hier in Europa und den Fußabdruck unseres aufwendigen Konsums an Rohstoffen nachzudenken. Die Broschüre entstand im Rahmen des EU-Projektes „The future we want: Local Authorities for Sustainable Development“.
www.overdeveloped.eu (pdf)

Guarani-Kaiowá suchen Unterstützung


Die Situation der indigenen Völker in Brasilien hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Der Sprecher der Guarani-Kaiowá, Ládio Veron, spricht von der „Unterwerfung der indigenen Völker“ in Brasilien. Fast das gesamte Land seines Volkes im Bundestaat Mato Grosso do Sul, im Süden Brasiliens, wurde von Farmern enteignet und die Wälder abgeholzt. Die Menschen mussten fliehen und leben heute inmitten agrarindustrieller Gebiete in Baracken am Straßenrand. Um über diese Situation, dessen Folgen und mögliche Lösungsansätze zu sprechen, reiste Ládio Veron bis Mitte Juni 2017 durch Europa. Sein Aufenthalt Anfang Mai in Frankfurt am Main wurde vom Klima-Bündnis unterstützt.
Rundreise auf Facebook
Interview mit Ládio Veron in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Die Nachhaltigen Entwicklungsziele und die Rechte der indigenen Völker


Anfang Juni während der Europäischen Entwicklungstage in Brüssel griff eine Diskussion über die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) für indigene Völker einige Positionen des Klima-Bündnis auf. Hindou Oumarou Ibrahim, Koordinatorin der Vereinigung für indigene Frauen und Völker des Tschad, hielt eine leidenschaftliche Rede über die Rolle der indigenen Völker, ihr traditionelles Wissen und ihre Lebensweise bei der Umsetzung der SDGs. Joan Carling, Repräsentantin der Hauptgruppe der indigenen Völker, forderte mehr Anerkennung und Respekt der indigenen Territorien und betonte die Bedeutung der Kartierung indigener Territorien zur Gewährleistung ihres Schutzes. Sie unterstrich auch die wichtige Rolle von neuen Tools, wie den indigenen Navigator, bei der Überwachung der Umsetzung ihrer Rechte.
www.eudevdays.eu

Freispruch für die Aktivistin Máxima Acuña de Chaupe im Kampf um ihr Land


Der Oberste Gerichtshof Perus hat Anfang Mai 2017 die Kleinbäuerin Máxima Acuña de Chaupe, die von einer Klima-Bündnis-Delegation bei einer Studienreise 2014 besucht wurde, freigesprochen. Die Aktivistin war von dem Bergbauunternehmen Minera Yanacocha, dem Betreiber der größten Goldmine Amerikas, wegen illegaler Landbesetzung angeklagt worden. Mit dem Urteilsspruch steigt die Hoffnung, dass der jahrelangen Bedrohung und Kriminalisierung Máximas und ihrer Familie ein Ende gesetzt wird. Máxima kämpft für das Recht auf ihr Land, welches sie seit über 20 Jahren mit ihrer Familie bewohnt und bewirtschaftet. Es liegt in der Provinz Cajamarca in der nördlichen Andenregion Perus im Bereich der Yanacocha-Goldmine. Der Erzabbau bedroht die Lebensgrundlage und Wasserversorgung der umliegenden Region.
www.overdeveloped.eu

Gericht lässt Berufung gegen RWE zu


Der peruanische Bauer Saúl Luciano Lliuya hat RWE verklagt, weil sein Wohnort in den peruanischen Anden vom Klimawandel bedroht ist: Ein oberhalb liegender Gletschersee wächst stetig an und könnte auch sein Haus überfluten. Luciano fordert von RWE, sich als größter CO2-Emittent Europas an den Schutzmaßnahmen zu beteiligen. Seine Klage war jedoch im Dezember 2016 vom Landgericht Essen abgewiesen worden, da die Emissionen des Konzerns nicht eindeutig genug mit den schmelzenden Andengletschern in Verbindung gebracht werden könnten und der Anteil von RWE am Klimawandel nur auf Schätzungen beruhe. Eine Berufungsverhandlung ist jetzt zugelassen und auf den 13. November terminiert worden.
www.klimaretter.info

Green Climate Fund unterstützt indigene Völker im Amazonasgebiet


Der Green Climate Fund hat damit begonnen, Geld für das erste im peruanischen Amazonasgebiet liegende Projekt auszuzahlen. Es bietet einen doppelten Nutzen, indem die Lungen des Planeten bewahrt und die Widerstandsfähigkeit der indigenen Völker gestärkt werden. Diese 9,1 Millionen US-Dollar der Klimaschutz-Initiative wird den Indigenen in der nördlichen peruanischen Provinz Datem del Marañón helfen, ihre Feuchtgebiete zu erhalten. Abholzungen und daraus entstehende Freisetzungen von Treibhausgasen, die in lokalen Torfgebieten gespeichert sind, sollen verhindert werden. Die Torfgebiete unseres Planeten, die meisten liegen in Südamerika, sind für den Klimaschutz sehr wichtig. Während sie nur drei bis fünf Prozent der Erdoberfläche bedecken, speichern sie mehr als 30 Prozent der Kohlenstoffbestände des Planeten.
www.greenclimate.fund

Zuschüsse und Finanzierungsprogramme


Förderaufruf Innovative Klimaschutzprojekte


Gesucht werden nicht-investive Projekte in den Bereichen Kommunen, Verbraucher, Wirtschaft und Bildung, die Potenziale zur Reduktion von Treibhausgasemissionen heben und zielgruppenspezifische Hemmnisse beseitigen. Gefördert werden innovative Ansätze im Klimaschutz, die einen Beitrag zu den nationalen Klimaschutzzielen leisten und zu konkreten Treibhausgasminderungen führen. Sie sollen übertragbar sein, Multiplikatoren ansprechen und nach Ende der Förderung weitergeführt werden. Anträge können bis zum 15. September 2017 eingereicht werden.
www.klimaschutz.de

Förderprogramm für Hybridbusse


Linienbusse mit teil-elektrifiziertem Antrieb, die zu einer Verringerung von CO2-Luftschadstoff- und Lärmemissionen führen, sind umweltfreundlich und für Fahrgäste attraktiv. Die Technologie der in Hybrid- und Plug-In-Hybridbussen stellt einen ersten Schritt in Richtung Elektromobilität im ÖPNV dar. Gerade wenn ganze Streckenanteile rein elektrisch zurückgelegt werden, trägt dies zu einer besseren Lebensqualität in Städten und Gemeinden bei und führt zu einer stärkeren Wertschätzung des ÖPNV in der Bevölkerung. Das Bundesumweltministerium fördert daher bis zum Jahresende die Beschaffung von effizienten Hybrid- und Plug-In-Hybridbussen durch Verkehrsbetriebe.
www.klimaschutz.de

Kommunale Netzwerke Richtlinie - Gemeinsam für mehr Effizienz


Erfahrungen aus geförderten Energieeffizienznetzwerken von Unternehmen haben gezeigt, wie wirtschaftlich und nachhaltig Energieeffizienzpotenziale durch die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mehrerer Partner erschlossen werden können. Diese positiven Effekte werden auch für Städte und Gemeinden erwartet. Daher werden kommunale Energie- und Ressourceneffizienz-Netzwerke sowie Energieanalysen für öffentliche Abwasseranlagen vom Bundesumweltministerium von 2017 bis Ende 2019 gefördert. Bezuschusst werden der Aufbau und Betrieb der Netzwerke durch externe Netzwerk- und Energie- bzw. Ressourceneffizienzexperten. Die Förderung findet in zwei Phasen statt: Während der Gewinnungsphase wird die Einrichtung eines Energie- und/oder Ressourceneffizienz-Netzwerkes für neun Monate bezuschusst. Die Netzwerkarbeit mit einem qualifizierten Netzwerkteam wird in der Regel für drei Jahre gefördert.
www.klimaschutz.de

Werkzeuge und Materialien


Klima-Bündnis unterstützt energetische Sanierung von Wohngebieten


Energetische Sanierungen des Gebäudebestands führen zu bedeutenden Energie- und CO2-Einsparungen. Das EU-Projekt CAN (Climate Active Neighbourhoods) konzentriert sich dabei auf benachteiligte Wohngebiete mit hohem Sanierungsbedarf um Einsparpotenziale zu heben. Erste Ergebnisse und Erfahrungen des Klima-Bündnis sowie der weiteren Projektpartner aus Belgien, Deutschland, Großbritannien und den Niederlande sind vielversprechend. Lesen Sie im CAN-Newsletter mehr darüber, wie die Stadt Essen ihren Projektansatz zur Transformation von einer Kohle- und Stahlstadt hin zur grünen Hauptstadt Europas umsetzt sowie wie die Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Multiplikatoren und Nachbarschaftsinitiativen funktioniert.
www.nweurope.eu/projects

Vom Umgang mit Wasserknappheit


Die erst 50 Jahre alte Stadt Milton Keynes, 60 Kilometer von London entfernt, ist eine schnell wachsende Stadt. Dies erhöht den Druck auf die Wasserversorgung und deshalb entwickelt die Stadt eine stabile langfristige Strategie für Wasserressourcen. Lesen Sie mehr über die Vorgehensweise von Milton Keynes im aktuellen Newsletter des europäischen Projekts POWER - dem Klima-Bündnis-Projekt über Wassermanagement - und weitere interessante Fakten rund um die Themen Wasser, Stadtentwicklung, Infrastruktur und Klimagerechtigkeit.
www.power-h2020.eu

Broschüre „Der luxemburgische Pensionsfond und die Menschenrechte“


Die Teilnehmenden einer Klima-Bündnis-Studienreise im Jahr 2014 zur Goldmine Yanacocha in der Nähe von Cajamarca im Norden Perus waren über das rücksichtlose Vorgehen des Betreibers Newmont / Minera Yanacocha schockiert. Die Betroffenheit der Gruppe europäischer KommunalvertreterInnen und Organisationen wurde noch größer als sich herausstellte, dass der luxemburgische Pensionsfonds Anteile an Newmont Mining hält und mit den vor Ort rücksichtslos erwirtschafteten Gewinnen seine Erträge mehrt. Im Rahmen des Projektes „The future we want: Local Authorities for Sustainable Development“ entwickelte die Plattform Votum Klima, an der ASTM / Klima-Bündnis Luxemburg beteiligt sind, eine Broschüre zur Verantwortung angeblich grüner Finanzplätze in Europa.
www.overdeveloped.eu

Arbeitshilfe für die öffentliche Beschaffung von Ökostrom


Der Bezug von Ökostrom kann einen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien und damit zum Klimaschutz leisten. Kommunen als öffentliche Auftraggeber haben ihre Beschaffung und damit auch den Einkauf von regenerativem Strom im Wettbewerb und im Wege transparenter Vergabeverfahren vorzunehmen. Die aktualisiert Arbeitshilfe vom Umweltbundesamt erklärt, wie öffentliche Auftraggeber bei einer europaweiten Ausschreibung im offenen Verfahren vorgehen können. Außerdem werden Muster-Vergabeunterlagen zur Verfügung gestellt.
eu2.cleverreach.com

Publikation „CO2 als Maß aller Dinge“


Der Klimawandel ist real, von globaler Reichweite und Bedeutung. Doch diese Bedrohung wird seltsamerweise fast ausschließlich als ein Problem zu hoher CO2-Emissionen wahrgenommen. Diese Publikation macht deutlich, dass die Art und Weise, wie wir ein Problem beschreiben, weitgehend festlegt, welche Schritte und Maßnahmen wir zur Lösung dieses Problems in Erwägung ziehen. Am Beispiel des metrischen Denkens in der Klimapolitik lässt sich erkennen, wie zwar sehr viel neues Wissen hervorgebracht wird, gleichzeitig aber auch etliches verloren geht.
www.boell.de

Weitere Veranstaltungen


5th Assises of Decentralised Cooperation


10. und 11. Juli 2017 in Brüssel

In der Mitteilung der Europäischen Kommission „Lokale Gebietskörperschaften in den Partnerländern für eine bessere Regierungsführung und effizientere Entwicklungsergebnisse stärken" werden Städte und Gemeinden als echte Akteure der Entwicklungszusammenarbeit und nach dem Subsidiaritätsprinzip als Schlüsselpartner für gute Regierungsführung und nachhaltige Entwicklung anerkannt. Wie bisher ist der Europäische Ausschuss der Regionen sehr daran interessiert, mit Ihnen bei der Organisation der fünften Assises zusammenzuarbeiten, und freut sich auf Ihre Vorschläge, Beiträge und Anregungen.
lra4dev.cor.europa.eu

Faire Woche - Fairer Handel schafft Perspektiven


15. bis 29. September 2017

Die Faire Woche ist die größte Aktionswoche zum Fairen Handel in Deutschland. Sie fand 2001 zum ersten Mal statt und wird seit 2003 jedes Jahr mit inzwischen jährlich 2.000 bis 2.500 Veranstaltungen durchgeführt. Um diesen großen Fundus an Ideen und Erfahrungen zugänglich zu machen, haben das Forum Fairer Handel, der Weltladen-Dachverband und TransFair eine Datenbank mit Aktionsideen aufgebaut.
www.faire-woche.de

Energy Info Days 2017


23. bis 25. Oktober 2017 in Brüssel

In diesem Jahr werden während der Energy Information Days die neuen Fördermöglichkeiten und innovativen Vorhaben des Arbeitsprogrammes 2018-2020 von Horizon 2020 vorstellen. Finanzanträge stehen im Wettbewerb, da nur die besten Projektvorschläge ausgewählt werden. Holen Sie sich Tipps, wie Sie erfolgreich sein können.
www.climatealliance.org/events

UN-Klimakonferenz


6. bis 17. November 2017 in Bonn

Die UN-Klimakonferenz 2017 (COP23) wird im World Conference Center in Bonn, dem Sitz des UN-Klimasekretariats, stattfinden. Die Konferenz wird unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi einberufen. Weitere Infos über Klima-Bündnis-Aktivitäten während der COP erhalten Sie hier.
www.klimabuendnis.org/events

Informationstag 2017


8. und 9. November 2017 in Brüssel

Während des Informationstages und der Brokerage-Veranstaltung zu Horizon 2020 erhalten die TeilnehmerInnen Tipps zu Finanzierungen im Rahmen des Arbeitsprogrammes 2018-2020 zu den Herausforderung „Klimawandel, Umwelt, Ressourceneffizienz und Rohstoffe“. Besuchen Sie die Veranstaltung und kommen Sie so der Finanzierung Ihrer Klimaschutzaktivitäten einen Schritt näher.
www.climatealliance.org/events

Kontaktinformationen

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Kontakt

Angela Hanisch

Telefon: +49-69-71 71 39-12
Telefax: +49-69-71 71 39-93

a.hanisch@klimabuendnis.org
www.klimabuendnis.org

Impressum

Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder / Alianza del Clima e.V.

Galvanistr. 28
D-60486 Frankfurt am Main
Deutschland

Vereinsregistereintragung:
Amtsgericht Frankfurt am Main, No. 10149

Vorsitzende: Tine Heyse aus Gent, Belgien, und
Holger Matthäus aus Rostock, Deutschland
Stellvertretender Vorsitzender: Eider José Perasan Ramirez aus Quito, Ecuador

Presserechtlich verantwortlich:
Geschäftsführung Thomas Brose